Getötete russische Soldaten - Stand 31.12.2025
| Erfasste russische Kriegstote | |
| Jahr 2022 | 10.600 |
| Jahr 2023 | 29.353 |
| Jahr 2024 | 51.616 |
| Jahr 2025 | 81.974 |
| Summe | 173.543 |
Vorausgeschickt - die folgenden Statistiken basieren auf unserer elektronischen Erfassung der russischen Kriegstoten. Erst bis zum 10.12.25 haben wir die Daten kontrolliert, der Rest steht noch aus. Es sind allerdings keine großen Korrekturen zu erwarten. In der Regel fischen wir wenige doppelt erfasste Namen heraus, aber es kommen auch neue dazu.
Halten wir fest:
- Das Jahr 2025 war das blutigste Jahr seit Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine.
- Russland verliert/verheizt jeden Monat zwischen 30.000 und 35.000 Soldaten an der Front.
- Diese verwundeten oder getöteten Soldaten werden jeden Monat durch 35.000 neu rekrutierte Zeitsoldaten ersetzt.
- Ein Frieden ist weiter nicht in Sicht.
Erfasste Kriegstote 2025
| Monatliche Verluste 2025 | |
| Januar | 5.360 |
| Februar | 5.587 |
| März | 5.065 |
| April | 4.097 |
| Mai | 3.245 |
| Juni | 4.592 |
| Juli | 7.084 |
| August | 7.224 |
| September | 8.626 |
| Oktober | 10.663 |
| November | 9.799 |
| Dezember | 10.632 |
| Summe | 81.974 |
| monatlicher Durchschnitt | 7.452 |
Unter den von uns im Jahr 2025 erfassten Kriegstoten befinden sich viele gefallenen Soldaten, die in den Kriegsjahren zuvor getötet wurden. Wir schätzen, dass zwischen 30 und 40 Prozent aller erfassten Kriegstoten aus den Jahren 2022 bis 2024 stammen. Genau können wir diese Zahl nicht ermitteln, da wir das Todesdatum zwar registrieren, wenn es in den Nachrufen deutlich veröffentlicht wird, wir aber aus Zeitgründen nicht danach recherchieren.
Zudem dauert es häufig eine lange Zeit, bis die Informationen über den Tod eines russischen Soldaten auch in der Öffentlichkeit ankommen. Häufig liegen die Leichen der Soldaten eine lange Zeit in den Gräben und Granatlöchern auf den Feldern zwischen den Fronten und werden erst nach langer Zeit geborgen - wenn überhaupt.
Diese toten Soldaten werden vom russischen Militär zunächst als vermisst geführt, allerdings sind die russischen Kommandanten wie auch die Militärverwaltung daran interessiert, dass jene Vermisstenlisten nicht zu lang werden. Die Kommandanten brauchen frische Zeitsoldaten, die Militärverwaltung will die Soldzahlungen einstellen.
Doch kommt es häufig vor, dass die Todesmeldung aus dem Jahr 2025 stammt, der Soldat aber bereits in den Jahren zuvor getötet wurde. Wird der Todestag nicht angegeben, erfahren wir das zunächst nicht.
Wir zeigen das an zwei aktuellen Beispielen - jeweils in deutscher Übersetzung:
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Wir können also mit Sicherheit annehmen, dass viele Kriegstote aus dem Jahr 2025 erst im aktuellen Jahr oder noch später erfasst werden.
Die staatliche ukrainische Initiative „Ich will finden“ hat im Oktober 2025 nach eigenen Angaben ein russisches Dokument zu deren Verlustzahlen vom 01.01.2025 bis 31.08.2025 veröffentlicht. Danach wurden in diesem Zeitraum rund 87.000 Soldaten getötet und 34.000 wurden vermisst. Die Vermissten machen damit rund 40 Prozent der getöteten Soldaten aus und man kann mit Sicherheit sagen, dass der überwiegende Teil der Vermissten irgendwann entweder tot aufgefunden oder gerichtlich für tot erklärt wird.
Kommen wir noch einmal zurück zu jenem russischen Dokument der Verlustzahlen, das die ukrainische Initiative „Ich will finden“ hat im Oktober 2025 veröffentlicht hat. Die Zahlen wurden von den russischen Exilmedien MediaZona und Medusa heftig angegriffen und der Verdacht der Fälschung wurde erhoben. Heute können wir sagen, dass die veröffentlichen Verlustzahlen höchst plausibel sind, das Dokument war folglich echt..
| Ukrainische Initiative „Ich will finden“ | 86.744 für Januar bis Ende August 2025 |
130.000 Hochrechnung auf ganzes Jahr 2025 |
| Unsere Statistik zum 31.12.25 | 81.974 erfasste Kriegstote 2025 |
137.000 nur 60% erfasst |
Ausblick auf das Jahr 2026
Man könnte meinen, dass die vielen russischen getöteten oder verletzten Soldaten und die immer schwieriger werdende ökonomische Situation in Russland Einfluss auf die Beliebtheit der russischen Spitzenpolitiker gehabt hätte. Hat sie nicht!
Nach der letzten Untersuchung des unabhängigen russischen Meinungsforschungsinstituts „Lewada“ liegt die Zustimmung zu Präsident Wladimir Putin beinahe konstant bei über 80%, im Dezember 2025 bei 85%.
Zudem geht die Mehrheit der Bevölkerung davon aus, dass die Verhältnisse in Russland weiter stabil bleiben:
Lewada-Zentrum vom 25.12.25 - Erwartungen für 2026.
Die meisten Befragten hoffen auf ein besseres nächstes Jahr und blicken hoffnungsvoll darauf. Ihre Erwartungen für das kommende Jahr sind in dieser Hinsicht nahezu unverändert gegenüber den vergangenen Jahren. Rund zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass das nächste Jahr für sie persönlich ruhig verlaufen wird. Allerdings glaubt nur etwa ein Drittel, dass das kommende Jahr für das wirtschaftliche und politische Leben des Landes ruhig sein wird. Die positiven Erwartungen für das kommende Jahr haben in den letzten drei Jahren stetig zugenommen.
Mit Speck fängt man Mäuse
In unserer aktuellen Statistik der Regionen liegen die beiden russischen Teilrepubliken Baschkortostan und Tatarstan bei den getöteten Soldaten mit Abstand an erster und zweiter Stelle. Auf Grund der defizitären Haushaltslage in beiden Republiken wurden Ende letzten Jahres die Antrittsprämien für die Unterzeichnung eines Zeitvertrages mit dem russischen Militär stark gekürzt.
Baschkortostan zahlte zu den 400.000 Rubel von der Zentralregierung nur noch 500.000 Rubel dazu, so dass im alten Jahr Zeitsoldaten insgesamt 900.000 Rubel (etwa 9.450 €) erhielten. Jetzt wurde der Beitrag von Baschkortostan auf eine Million Rubel erhöht (1,4 Millionen Rubel entsprechen 14.700 €)
Tatarstan hatte seine Beteiligung an den Prämien auf 400.000 Rubel gekürzt und hat pünktlich zum neuen Jahr seine Prämien um mehr als das Sechsfache erhöht. Im neuen Jahr bekommen die neuen Zeitsoldaten 400.000 Rubel von Moskau und 2,5 Millionen Rubel von der Regierung in Tatarstan, also 2,9 Millionen Rubel (etwa 30.450 €).
Die Antrittsprämien stehen allen Bürgern Russlands zu, diese müssen also nicht aus Baschkortostan oder Tatarstan stammen. Offensichtlich gelingt es den Regierungen der beiden Republiken nicht, ohne die hohen Prämien genügend Zeitsoldaten für den Vertragsdienst beim russischen Militär anzuwerben. Was eigentlich auch nicht verwunderlich ist, denn die Chancen lebend und ohne schwere Verwundung nach Hause zu kommen, sind gering.
Unsere Statistik zum 31.12.2025
| Ermittelte Kriegstote |
Geschätzte Gesamtzahl |
Geschätzte Verletzte |
Gesamt- verluste |
|
| Unsere Statistik (31.12.2025) |
173.543 | 289.000 60% erfasst |
856.000* |
1.145.000 |
| BBC (26.12.25) | 158.143 | 243.300 bis 351.400 45%-65% erfasst |
keine Angaben | keine Angaben |
| Britischer Geheimdienst (13.12.2025) Deutsche Übersetzung |
Geschätzte Verluste zum 31.12.24 790.000 (Verletzte und Tote) Zuwachs 2025 -- 395.000 |
1.185.000 | ||
*Anmerkung:
Auf Grund der veränderten Angriffstaktik der russischen Armee müssen wir unsere Abschätzungen anpassen. Es werden keine größeren Einheiten mehr in die Angriffe geschickt, sondern das Militär versucht, mit vielen einzelnen Soldaten oder Kleingruppen die ukrainische Abwehr zu infiltrieren. Da wir die Situation an der Front nur mit großer Verzögerung bei der Erhebung der Kriegstoten feststellen können, haben wir unsere Statistik ab Juli 2025 den neuen Gegebenheiten angepasst. Wir berechnen folglich ab Juli 2025 auf einen Gefallenen, 1,5 verwundete Soldaten.
| Opferzahlen ab 1.07.2025 | Tote | Geschätzt | Verwundet | Gesamt |
| Erfasst zum 30.06.25 | 126.599 | 210.998 | 738.494 | |
| Erfasst zum 31.12.25 | 173.543 | 289.238 | ||
| Zuwachs | 46.944 | 78.240 | 117.361 | |
| 855.855 | 1.145.093 |




