Alexander Jurjewitsch Tschandorow

Alexander Jurjewitsch, 18 Jahre

Auf den Weg ins Nirgendwo hat sich Alexander Jurjewitsch Tschandorow begeben. Auch er wurde von seinen Kommandeuren losgeschickt, um hinter der Frontlinie in der Ukraine eine neue Sammelstelle für russische Soldaten zu besetzen. Eine ukrainische Drohne beendete am 18.06.2026 seinen Marsch. Warum Alexander sich freiwillig zum Krieg gemeldet hat, wird nicht überliefert. Sicher ist, er hatte mit dem russischen Krieg nichts zu tun. Alexander wurde am 9. August 2007 geboren, lebte im kleinen Dorf Werchni Siry in Chakassien mit mal 222 Bewohnern. Der nächste Bahnhof ist 55 km entfernt und Alexander war ethnischer Chakasse.

Ilja Anatoljewitsch Peretruchin

Ilja Anatoljewitsch, 21 Jahre

Die Schulzeit in Russland beträgt neun Schuljahre, danach sollte eine Berufsausbildung oder zwei weitere Schuljahre erfolgen. Ilja absolvierte die neunte Schulklasse in einer Abendschule, was darauf hindeutet, dass er im Alter von 16 Jahren bereits arbeiten musste. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Fahrer und Mechaniker am Kolleg der „Tradidionellen Künste Tarnsbaikaliens“ und war danach so gut wie arbeitslos. „Er arbeitete für verschiedene Organisationen“, schreibt der Nachruf, was bedeutet, dass er keine feste Arbeitsstelle hatte und mal hier und dort einen Job fand - wenn überhaupt. Ilja hatte geheiratet, einen Sohn bekommen und um sich aus der mißlichen Lage zu befreien, meldete er sich im September 2025 freiwillig zum Kriegsdienst in der Ukraine. Auch Ilja wurde schnell an der Front verheizt. Ilja Anatoljewitsch Peretruchin (20.09.2004 - 19.12.2025) stammte aus der burjatischen Kleinstadt Sakamensk.

Roman Sergejewitsch Schdan

Roman Sergejewitsch, 19 Jahre

Als Roman drei Jahre alt war, wurde er von seinen Eltern verstoßen. Großgezogen haben ihn seine zwei Großmütter. Roman hat nach der Schule den Beruf eines Bauleiters erlernt und bekam danach wohl keine Arbeit. Waisenkinder fehlen die elterlichen Beziehungen. So meldete sich Roman freiwillig zum Kriegsdienst in der Ukraine - ohne militärische Vorbildung. Im März 2025 wurde er an die Front geworfen und bei wahrscheinlich seinem ersten Einsatz getötet. Roman Sergejewitsch Schdan (1. April 2005 – 19. März 2025) lebte in der Stadt Gukowo in der Region Rostow am Don.

Ilja Alexandrowitsch Jelkin

Ilja Alexandrowitsch, 19 Jahre

Schweißer und Traktorfahrer, das sind die meistgenannten Berufe unter den russischen Kriegstoten. Eine lokale Antikriegsinitiative aus der Region Kursk meldete aktuell einen älteren Fall. Ilja Alexandrowitsch Jelkin wurde am 29.07.2003 in Kursk geboren - ein Jugendfoto mit 11 Jahren. Nach der Schule begann er eine Ausbildung zum Schweißer. Mit diesem Beruf bekam er wohl keine Arbeit, also meldete er sich freiwillig zum Krieg in der Ukraine. Am 01.05.2023 unterschrieb er den Vertrag, den 20. Geburtstag schaffte er nicht mehr. Am 7. Juli 2023 wurde er getötet und gammelte beinahe ein ganzes Jahr zwischen den Stellungen. Dafür bekamen seine Angehörigen noch zwei Orden: „Für persönliche Tapferkeit“ und „Für Pflichttreue und Mut“.

Sultan Chureschowitsch Mongusch

Sultan Chureschowitsch, 19 Jahre

Unser geliebter Sultan Churestowitsch Mongusch (geb. 21.06.2006) – der einzige Sohn seiner Eltern, der einzige Bruder seiner Schwester, sowie ein fleißiger und hilfsbereiter Onkel, der sich durch Bescheidenheit auszeichnete – kam im Sum Chandagaity (Bezirk Uwur, Tuwa) zur Welt. Im Jahr 2024 schloss er die weiterführende Schule in Chandagaity ab... Ab Januar 2026 nahm er als tapferer Soldat an der militärischen Sonderoperation teil; er diente als leitender Schütze in einer motorisierten Infanterieeinheit. Im Einsatz für ein friedliches Leben der Menschen, für die friedliche Zukunft des Vaterlandes und für den Frieden in unserer Heimat kam er am 23.03.2026 während eines heftigen Gefechts ums Leben. (07.07.24)

Roman Olegowitsch Latschugin

Roman Olegowitsch, 19 Jahre

Roman ist in gutem Hause aufgewachsen, besuchte eine Kadettenklasse, in der er auf die richtige patriotische und militärische Überzeugung eingeschworen wurde und studierte nach der Schule Jura. Doch Roman versagte schon im zweiten Semester und musste den Ausbildungsberuf wechseln. Ok, wenn nicht Jurist, dann doch immerhin Schweißer. Doch auch diese Ausbildung brach er ab und unterzeichnete einen Vertrag mit dem Militär zum Kriegseinsatz. Eine ukrainische Baba-Jaga-Drohne beendete sein Leben. Roman Olegowitsch Latschugin (10.02.2006 - 23.01.2026) wuchs in der Stadt Schiguljowsk in der Region Samara auf. Die Stadt heißt so, weil sie am Rande des Schiguli-Gebirges liegt und Schiguli heißt auch jenes russische Auto, das bei uns unter dem Namen Lada verkauft wurde. Wer die Geschichte um Roman lieber mit viel Herz und Schmerz lesen will, wird hier fündig.

Mark Elkin

Mark Sergejewitsch, 18 Jahre

Mark, der kleine Junge, der auf dem Foto die Tauben füttert, war im Jahr 2016 gerade mal acht Jahre alt. Er wuchs in der Großstadt Beresniki in der Region Perm auf. Vermutlich meldete er sich freiwillig, als er 18 Jahre alt wurde. Er überlebte seinen Geburtstag keine drei Monate. Mark Sergejewitsch Jelkin wurde am 18. April 2008 geboren und am 12. Juli 2026 getötet.

Miroslaw Wladimirowitsch Sokolow

Miroslaw Wladimirowitsch, 18 Jahre

Muttersöhnchen Miroslaw wollte den starken Mann markieren. Mit 18 Jahren brach er die intellektuell anspruchsvolle Ausbildung zum Schweißer ab und meldete sich stattdessen zum Kriegsdienst in die Ukraine. Drei selbstgeladene Magazine für seine Kalschnikow musste er noch schnell Mama per Videoschalte zeigen, dann ging es los an die Front. Dort kam er nicht an, der Transportlastwagen wurde von einer ukrainischen Drohne zerstört. Miroslaw Wladimirowitsch Sokolow (22.09.2007 - 03.04.2026) kam aus der Großstadt Bataisk in der Region Rostow am Don. So stellt sich - nüchtern betrachtet - der sinnlose Tod dieses dummen Jungen dar, wer die Geschichte lieber emotionaler und heldenhafter lesen möchte, ist hier richtig.

Maxim Anatoliewitsch Alikin

Maxim Anatoliewitsch, 18 Jahre

18 Jahre alt geworden, keine Berufsausbildung begonnen oder diese abgebrochen, zum Wehrdienst einberufen, Grundausbildung abgeleistet und danach an die russische Grenze geschickt - dort, wo gekämpft wird. Maxim Anatoliewitsch Alikin (10.07.07 - 20.06.2026) stammte aus dem Dorf Chudoelanskoje in der Region Irkutsk.

Sergei Alexejewitsch Kanderow

Sergej Alexejewitsch, 18 Jahre

Das ist es also ... mein kleiner Sohn, mein kleiner Engel. Mit dir ist auch meine Seele gestorben. Ich kann es immer noch nicht glauben; ich kann es nicht akzeptieren oder begreifen – es fühlt sich alles wie ein Albtraum an. Aus Gewohnheit warte ich ständig auf deinen Anruf oder eine Nachricht – darauf, dass du wie immer schreibst: „Mama, ich bin da, ich lebe, mir geht es gut.“ Doch das werde ich nie wieder sehen, noch deine geliebte Stimme hören. Ich ertrinke im Schmerz, denn das Leben hat uns für immer getrennt. Möge das Himmelreich dir gehören, mein Junge; ich vermisse dich so schrecklich. Meine Liebe zu dir wird ewig weiterleben“, schreibt Sergejs Mutter. Dass er loszog, um andere junge Menschen zu töten, war für sie wohl in Ordnung. Sergej Alexejewitsch Kanderow wurde am 19.07.2007 in der Stadt Tschapajewsk in der Region Samara geboren.

Stanislav Romanowitsch Tufatulin

Stanislaw Romanowitsch, 19 Jahre
Mit 18 Jahren meldete sich Stanislaw freiwillig zum Krieg gegen die Ukraine. Im Juli 2025 wurde er am Bein verwundet. Danach begann eine Reise durch die russischen Spitäler. Von Donezk nach Wolgograd, dann zu Krankenhäusern in seiner Heimat Orenburg und schließlich nach Makijiwka, in der russisch besetzten Region Donezk. Von dort bekam er Urlaub nach Hause , wo sich sein Zustand schnell verschlechterte. Er starb auf einer Intensivstation in seiner Heimat. Stanislaw Romanowitsch Tufatulin (02.10.2006 . 27.06.2026) kam aus der Stadt Abdulino in der Oblast Orenburg.

Milan Renatowitsch Ojun

Milan Renatowitsch, 18 Jahre

Liebe Mitmenschen! Unser über alles geliebter, liebevoller, ruhiger und freundlicher Sohn – der zweite Sohn seiner Eltern, der Rückhalt für seine Geschwister, der Liebling vieler Verwandter, sowie vertrauter Freund seiner Kameraden und Mitschüler, Kämpfer der Einheit 40463 und Absolvent des Jahrgangs 2024 der Sekundarschule Bai-Haak, Milan Renatowitsch Ojun (geb. 31.05.2007), ist verstorben. Wir geben bekannt, dass er am 26.12.2025 bei der Ausübung seiner heldenhaften Taten sein Leben ließ. Das Antlitz unseres geliebten Maadyr oglu wird für immer in unseren Herzen weiterleben. Mitteilung des Tandisky Bezirks (Koschuun) von Tuwa vom 21.06.2026

Aidar Jachin

Aidar Rustamowitsch, 22 Jahre
WIR MÜSSEN IHNEN LEIDER MITTEILEN, DASS ES WÄHREND EINER SPEZIELLEN MILITÄROPERATION ZU EINEM VORFALL GEKOMMEN IST:
Heldenhaft gestorben
AIDAR RUSTAMOWITSCH JACHIN
04.04.2004- 31.05.2026
Streitkräfte der Russischen Föderation, Rufzeichen TATAR
ABSCHIEDSZEREMONIE FÜR AiDAR RUSTAMOWITSCH JACHIN  WIRD STATTFINDEN
19. Juni 2026, von 10:00 bis 13:00 Uhr IM GROSSEN SAAL DES HAUSES DER BESTATTUNGSRITUS "AUFSTIEG" UFA, BLUMENSTRASSE, 2/3.

Artjom Alexejewitsch Gorbonos

Artjom Alexejewitsch, 18 Jahre

Den Tod gesucht und gefunden:
„Die Verwaltung der ländlichen Gemeinde Pawlodolsk muss mit großem Bedauern mitteilen, dass Artjom Alexejewitsch Gorbonos, geb. am 30.01.2008, gebürtig aus der Ortschaft Pawlodolsk, im Einsatzgebiet der Sonderoperationen den heldenhaften Tod gefunden hat.“
VKontakte-Seite der Gemeinde Pawlodolsk in der russischen Teilrepublik Nordossetien-Alanien am 10.07.2026.

Daniil Dmitrievich Batsin

Daniil Dmitriewitsch, 19 Jahre

Es ist eigentlich ein TikTok-Video, aber bis auf etwas Musik und eine flackernde Kerze unterscheidet es sich nicht von obigem Foto. Der Text:
"Mama, Papa, ich werde euch vor dem Faschismus beschützen." Daniil Dmitriewitsch Batsin, 24.02.2007 - 21.04.2026. Daniil wuchs zu einem freundlichen, offenen und kreativen Kerl heran – er schrieb Rap-Texte und hatte immer viele loyale Freunde um sich. Daniil traf die feste und bewusste Entscheidung, sein Heimatland zu verteidigen. Mit 18 Jahren wurde er Mitglied einer Elite-Fallschirmjägerkompanie. Am 21. April 2026 wurde das Leben eines 19-jährigen Gardisten während eines Kampfeinsatzes auf dem Gebiet der DVR jäh beendet." 
Daniil kam aus Chabarowsk im Fernen Osten Russlands.

David Vitaljewitsch Kemlil

David Vitaljewitsch, 18 Jahre

Ganz im Nordosten von Jakutien (Sacha) gibt es das Dorf Kolymskoje, das vorwiegend von Tschuktschen bewohnt ist. In ganz Jakutien stellen die Tschuktschen eine verschwindend kleine Minderheit dar. David Vitaljewitsch Kemlil, geboren am 21.06.2007, war trotz seiner jungen Jahre ein Vertreter der Tschuktschen bei den „Indigenen Völker des Nordens, Sibiriens und des Fernen Ostens der Russischen Föderation“. Wie die meisten Tschuktschen war David Rentierhirte. Und er saß in einer Haftanstalt - warum auch immer. Als er 18 Jahre alt war wurde ihm angeboten: Gefängnis oder Krieg. Auch David hat den Krieg gewählt und war keine zwei Monate nach seinem 18. Geburtstag tot. Er wurde am 19.08.2025 in der Region Donezk in der Ukraine getötet. Wahrscheinlich bei seinem ersten Einsatz.

Anatoli Anatoljewitsch, 19 Jahre

Zwei Monate nach seinem 19. Geburtstag war der Krieg für Anatoli vorbei. Seine Schule meldete seinen Tod: „Unsere Lehrer und Schüler erinnern sich an Anatoli als einen freundlichen und mitfühlenden Schüler, einen Freund, der stets hilfsbereit war.“ Offensichtlich war Anatoli kein guter Schüler, wenn seine Schule so wenig Positives zu berichten weiß. Anatali Anatoljewitsch Panin (25.03.2007 - 27.05.2026) lebte im Dorf Iljinka mit 568 Bewohnern im Jahr 2010 in der Region Rjasan. Anatoli hatte sich freiwillig zum Kriegseinsatz gemeldet.

Damir Iwanowitsch Wasiljew

Damir Iwanowitsch, 19 Jahre

An seinem 19. Geburtstag wurde Damir getötet. Er lebte im Dorf Diabyla in Jakutien (Sacha) und arbeitete dort als Viehhirte und Landarbeiter. Auch er erlag den haltlosen Versprechungen der russischen Propaganda und des vielen Geldes. Damir Iwanowitsch Wasiljew wurde am 08.06.2007 geboren und am 08.06.2026 in der Stadt Huljajpole in der ukrainischen Region Saporischschja getötet.

Nikita Valerjewitsch Karnatschow

Nikita Valerjewitsch, 18 Jahre

Missbrauchte Jugend! Nikita Valerjewitsch Karnatschow wurde am 29. April 2007 im Dorf Sewernoje in der Oblast Nowosibirsk geboren. Nach der Schule bekam er keine Ausbildung, sondern arbeitete als Taglöhner. Um bessere Arbeit zu finden, zog er in die Stadt Kuibyschew, etwa 300 km westlich von Nowosibirsk. Eine feste Anstellung hat er wohl nicht gefunden, so verdingte er sich drei Wochen nach seinem 18. Geburtstag beim russischen Militär - ganz ohne militärische Vorbildung. Am 22. Mai 2025 unterzeichnete Nikita den Vertrag. Seine Kommandanten kannten auch bei diesem jungen Mann keine Gnade und warfen ihn in den Fleischwolf. Am. 20. Juni 2025 wurde er an der Front getötet.

Danila Andrejewitsch Potrebitsch

Danila Andrejewitsch, 18 Jahre

Ohne seine Eltern zu informieren, schloss Danila kurz nach seinem 18. Geburtstag einen Vertrag mit dem russischen Militär. Auch er fiel auf die Lüge herein, dass ein Drohnenpilot fern der Front aus einem geschützten Bereich heraus Ukrainer töten würde. Doch ein halbes Jahr später war Danila tot. Danila Andrejewitsch Potrebitsch wurde am 26. Januar 2007 in Luhansk (Ukraine) geboren. Seine Eltern flohen im Jahr 2014 vor dem von Russland organisierten Krieg in der Ostukraine nach Woronesch.

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