Wjatka

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Heute wollen wir über die Stadtsiedlung Omutninskoje berichten, die aus der Stadt Omutninsk und einigen kleinen Gemeinden besteht. Die Siedlung hatte im Jahr 2021 20.042 Bewohner - Tendenz fallen. Omutninsk liegt im Ural im Nordosten der Region Kirow. Der mit Abstand wichtigste Arbeitgeber ist das Omutninsky-Metallurgiewerk, das Gusseisen und Walzprodukte herstellt.

Die Stadtsiedlung hat eine Liste der Gefallenen im Krieg gegen die Ukraine veröffentlicht. Laut dieser Liste waren bis Herbst 2025 102 Soldaten aus Omutninskoje gefallen. Entsprechend unserer Statistik der Kriegstoten bezogen auf 100.000 Bewohner ergibt dies einen Wert von 520, der knapp doppelt so hoch ist, wie unser aktuell ermittelter Wert für die ganze Region Kirow.

Ust Belaja

Ust-Belaja von einem Quadcopter aufgenommen -- Foto: Thabigd  -- Lizenz: CC BY-SA 4.0

Am Fluss Anadyr liegt das Dorf Ust-Belaja mitten im kalten Tschukotka. Die Hauptstadt Anadyr ist über 200 km Luftlinie entfernt. Das Dorf hatte im Jahr 2025 noch 574 Bewohner, um die Jahrtausendwende waren es noch etwa 900.

In Ust-Belaja gibt es eine weiterführende Schule, eine Kunstschule, einen Kindergarten, ein Postamt, ein Kommunikationszentrum, ein Geschäft, eine Bäckerei, ein Hotel und eine Rentierzuchtfarm, der große Arbeitgeber des Dorfes. Aber es gibt keine Straßenverbindung nach Ust-Belaja. Man erreicht es mit dem Hubschrauber von Anadyr aus oder im Sommer mit dem Motorschiff, das aber zwei bis drei Tage braucht.

Aus diesem keinen Tschuktschen-Dorf haben wir bereits neun zehn Kriegstote im Krieg gegen die Ukraine erfasst, ein extrem hoher Wert für solch ein kleines Dorf. Kein Wunder - die jungen Männer, gewohnt unter extremen Bedingungen zu leben,  werden gezielt angeworben und natürlich lockt das viele Geld.

Wir haben den älteren Beitrag um die nächsten Kriegstoten  aktualisiert und schieben ihn noch einmal auf unsere Titelseite.

Verfallende Kirche im Dorf Swatitsa

 Verfallende Kirche im Dorf Swjatitsa -- Foto: Aleksandr10663 -- Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Oblast Kirow liegt im östlichen Teil des europäischen Russlands. Sie ist wirtschaftlich schwach, die Menschen wandern ab. Seit dem Jahr 2000 hat etwa ein Viertel der Bevölkerung die Region verlassen. Der Falensky-Bezirk liegt am östlichen Rand der Oblast. Dieser Bezirk hat in diesem Zeitraum etwa die Hälfte seiner Bevölkerung eingebüßt.

Wo die wirtschaftliche Situation düster ist, versuchen die Männer ihr Glück im Krieg gegen die Ukraine. Mindestens 50 Bewohner des Bezirks sind bereits gefallen, wie jenes Video aus der Region zeigt.

Znamenskoye

Das Dorf Snamenskoje liegt etwa fünf Kilometer von der Stadt Suchoi Log entfernt an den östlichen Ausläufern des Urals in der Oblast Swerdlowsk und damt bereits im asiatischen Teil Russlands. Das Dorf hat rund 1.500 Bewohner. Anfang Mai 2026 wurde  ein Denkmal für die im Krieg gegen die Ukraine getöteten Bewohner eingeweiht. Das Plakat wurde für 20 Kriegstote konzipiert, doch während der Produktion kamen noch zwei weitere Gefallene hinzu, die am unteren Rand eingeflickt wurden.

Nasywajewsk Bahnhof

Bahnhof der Kleinstadt Nasywajewsk an der Transsibirischen Eisenbahn, Streckenkilometer 2.562 ab Moskau
Foto: Petar Milošević -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

In unserer Reihe der getöteten Soldaten aus der russischen Provinz wollen wir heute den Bezirk Nazywajewsky im Westen der Oblast Omsk vorstellen. Der Bezirk hatte im Jahr 2023 noch etwa 18.000 Bewohner - Tendenz fallend, darunter auch rund 600 Russlanddeutsche. Zentrum des Bezirks ist die Kleinstadt Nasywajewsk mit etwa 10.000 Bewohnern und auch das Zentrum der Landwirtschaftsbetriebe im Bezirk

 Wie in allen ländlichen Gebieten ist im Bezirk Nazywajewsky  die Todesrate im Krieg gegen die Ukraine gemessen an der Bevölkerung überdurchschnittlich hoch. Bis Anfang November 2025 lag sie bei 311 Kriegstoten auf 100.000 Bewohner.

Arsenjew

Blick auf Stadt Arsenjew -- Foto: Andshel  -- Lizenz: CC BY-SA 3.0

Dieser Beitrag stammt eigentlich vom 9. April 2024, wir haben ihn mehrfach aktualisiert. Wenn man die Namen und die Kurzlebensläufe der getöteten Soldaten durchgeht, bekommt man einen guten Überblick,  aus welchen Bevölkerungsgruppen die meist freiwilligen Soldaten stammen.

Die Stadt Arsenjew liegt in der Region Primorje im Fernen Osten Russlands und hat knapp 47.000 Einwohner mit abnehmender Tendenz. Von der Hauptstadt Wladiwostok ist sie etwa 300 km entfernt. Wichtigster Arbeitgeber der Stadt ist die Hubschrauberfabrik "Progress", die hauptsächlich für das russische Militär arbeitet.

Trotz der großen Entfernung (9.000 km Fahrstecke, Luftlinie über 7.000 km) wurden nicht wenige Bürger von Arsenjew im Krieg gegen die Ukraine getötet. Die Zentralbibliothek der Stadt veröffentlicht eine Liste der Kriegstoten aus der Stadt und Umgebung mit 237 Fällen. Diese Liste dürfte ziemlich vollständig sein und liefert uns zusätzliche Erkenntnisse, über die Entwicklung der russischen Verluste im Krieg gegen die Ukraine.

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